IT & Business?

"IT ist das beste Werkzeug, mit welchem Unternehmen ihre innere Komplexität auf das passende Mass reduzieren können. Der richtige Umgang mit Information ist wesentlich, da sonst die steigende Komplexität nicht beherrschbar ist. Das Ergebnis - man fällt unweigerlich zurück."

Michael Hadrian
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Softwareindustrie nicht fit für globale Anforderungen?

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Softwareindustrie nicht fit für globale Anforderungen?

Warum ich überhaupt auf die Idee komme, die Fitness unserer (europäischen) Softwarefirmen zu hinterfragen? Aus aktuellem Anlass.


Aktueller Anlass: Dokumentenmanagement

Ein mittelständisches, international agierendes, Industrieunternehmen hat erkannt, dass im Umgang mit Dokumenten große Optimierungspotentiale verborgen sind. Diese Erkenntnis stammt nicht etwa aus dem Verwaltungsbereich, sondern aus den Kernbereichen Engineering und Production. Ich betreute dieses Unternehmen, eine passende Softwarelösung, samt Realisierungspartner zu finden.

Wir führten ein Evaluierungsverfahren durch und baten mögliche Realisierungspartner, die ähnliche Projekte bereits erfolgreich realisiert hatten, um ein Angebot. Teil der Angebotsanfrage war ein Fragenkatalog, um sicher zu stellen, dass die Lösung zumindest dem allgemeinen Stand der Technik entspricht. D.h., was darf man sich heutzutage von Softwareprodukten, in diesem Fall für Dokumentenmanagement - erwarten.


Kennen Sie Unicode?

Sicherlich haben Sie schon einmal E-Mails bekommen, in welchen statt äöüß irgendwelche Sonderzeichen enthalten waren. Ähnliches kann passieren, wenn sie E-Mails in Sprachen mit gänzlich fremden Schriftsätzen bekommen; z.B. Schriftverkehr in Russisch, Bulgarisch, Griechisch, Arabisch usw.

Die Lösung für dieses Dilemma wurde bereits 1991(!) ins Leben gerufen. Unicode. Man standardisiert seither alle möglichen Schriftzeichen dieses Planeten in einem gemeinsamen Zeichensatz.


Der Standard alleine reicht leider nicht

Inkompatibilitäten sollten mit dem Standard Unicode der Vergangenheit angehören. Immerhin gibt es den Standard seit 25 Jahren und wir leben seit geraumer Zeit in einer globalisierten Welt.


Leider reicht ein langjähriger Standard nicht aus. Einer der vermeidlich etablierten Hersteller zog sich aus der Evaluierung zurück, weil sein Produkt bis heute Unicode nicht unterstützt. Hätten wir dieses Kriterium nicht abgefragt, hätte das zu einer folgenschweren Fehlentscheidung führen können.


Ich persönlich frage mich bei solchen Vorkommnissen, welches Selbstverständnis Softwarehersteller treibt. Als Bestandskunde erwarte ich mir, dass derartige essentielle technologische Neuerungen verfügbar werden; sei es als Teil der Software-Wartung oder zumindest als kostenpflichtiges Upgrade-Paket. Als potentieller Neukunde möchte ich Gewissheit haben, dass der Stand der Technik erfüllt ist.


Hausaufgaben machen und zwar rasch

Dieses Beispiel zeigt, dass sehr wohl Hausaufgaben in der Softwareindustrie zu lösen sind. Es gibt eine Reihe von jüngeren technischen Errungenschaften, deren Konformität oder Unterstützung keine 25 Jahre warten kann. Besonders mittelständische Softwarehersteller und Lösungsanbieter müssen mit den Anforderungen der Unternehmen mitwachsen und dürfen nicht stehen bleiben. Das sind sie ihren Kunden schuldig, denn die verlassen sich darauf.

Über den Autor

Michael Hadrian ist selbstständiger Berater mit mehr als 20 Jahren Erfahrung im Bereich des IT-unterstützten Informations- und Dokumentenmanagements.

Durch seine Karriere bei einem renommierten Software-Hersteller im Bereich Enterprise Content Management und Enterprise Search eignete er sich ein breites technisches und organisatorisches Wissen an, was ihn bis zur Geschäftsführung führte. Bevor er sich selbständig machte, war er bei einem Beratungsunternehmen tätig. Michael Hadrian lebt in der Nähe von Linz, Österreich.